Die Gletscher schwitzen
Der weltweite Masseverlust der Gletscher verlief bis 1995 linear, dann beschleunigt und ist 2005 noch einmal schneller geworden.
Das führt zum massiven Schwund der Gletscher. Die Gletscherlänge ist ein verzögertes Signal dieses Abschmelzens. In den Schweizer Alpen sind 79 Gletscherzungen kürzer, 5 gewachsen und 2 gleich geblieben.
Die Massebilanz ist ein direktes Signal zwischen Schneezuwachs und Eisverlust. In der Schweiz wendet man die Massebilanz nur bei wenigen Gletschern an. In den 1940 und seit 1990 sind große Massenschwunde beobachtet, in den 1960 und 1970 Jahren wurden Massezuwächse registriert.
Dieses Jahr könnte ein Jahr des Zuwachses werden, wenn der Sommer kühl und feucht wird.
Der Morteratschgletscher büsste 35 Meter ein. Seit den Messungen 1878 hat dieser Gletscher 2231 Meter an Länge eingebüsst. Der Rückzug lässt sich auch erleben in den über Nacht gebildeten Eisgrotten die nicht nur Einheimische sondern auch Gäste anziehen.
Dieser Rückgang lässt sich auch in Grönland und in der Antarktis beobachten.
Bei den Messungen zum Parmafrost sind die Messreihen noch zu kurz um aussagefähige Bewertungen machen zu können. Informieren sie sich vor Ort, der Morteratsch Gletscher Lehrpfad beginnt an der Station Morteratsch, der vorletzten Station vor der Bernina-Passhöhe. Ein gut begehbarer Wanderweg führt zur Gletscherzunge (1h Gehzeit). Am Wegesrand sind 20 Informationstafeln angebracht, die den Gletscherrückgang seit Beginn der Messungen im Jahre 1878 dokumentieren.

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