Geologische Phänomene auf der Wandertour

Eine ehr reizvolle Wanderung durch den Schweizerischen Nationalpark bringt nicht nur Genuss für die Augen. Die Erdgeschichte der Region wird fassbar. Ein geologischer Lehrpfad führt zu alten Bergwerksstollen bei Buffalora, Erdströme am Munt Chavagl machen aus der Halbtageswanderung eine Tagestour. Die Wanderung beginnt am Il Fuorn (Parkplatz Nr. 6) und 1794 Meter. Die Wanderer blicken auf Blockgletscher. Die bestehen im Gegensatz zu Eisgletschern aus Gesteinsschutt mit eisgefüllten Zwischenräumen. Sie fließen wenige Zentimeter in Jahr das Tal hinab. Typisch für Blockgletzscher ist die Stauwelle. Diese entstehen, weil der hintere Teil schneller fließt als die Gletscherzungen. Die Gipfelregionen bestehen aus Dolomit (graue Farbe) und setzt sich klar vom braunen Sandstein und rotgrünen Konglomeraten ab. Dolomit ist ein umgewandelter Karbonat und bedeckt den größten Teil des Nationalparks. Weitere geologische Erscheinungen liegen am Weg, Moränen, Mulden in der Landschaft verraten Einsturztrichter, die so genannten Dolinen - die im Karstgebiet anzutreffen sind. Des Weiteren sind Erdstöme und Murengänge zu beobachten.